Moment mal!

halten Sie kurz inne ...

wir haben für Sie ein paar Gedanken zum Nachlesen und darüber nachzudenken, was in der Arbeitswelt und in unserem Umfeld passiert, was sich momentan verändert usw.

Etwa alle 2 Wochen ein neues Wort, schauen Sie immer wieder mal rein. 

von Thomas Hoffmann, Betriebnsseelsorge Donau-Ries

Unendlich viel mehr als nix - - . . . - - . . . „Du musst Dein Mikro anschalten!“ – „Ah ja. Ok, hört Ihr mich jetzt? Ich seh` Euch alle. Peter hat mir geholfen. Es klappt! Hätt nie gedacht, dass ich das hinbekomme.“ Wir üben uns gerade in Video-Treffen. „Sicher“, sagt einer, „persönlich zusammen zu kommen, ist unendlich viel mehr als alles andere. Aber dass wir gerade über Zoom miteinander reden können, ist unendlich viel mehr als nichts.“ Gar nicht so einfach, bei der Aufforderung zur Kontaktbeschränkung in Verbindung zu bleiben, nicht zu vereinsamen. Die frühen christlichen Gemeinden sind in Verbindung geblieben nicht zuletzt durch Gesandte aus anderen Gemeinden oder durch Briefe etwa von Paulus. Diese Briefe wollten ermutigen, ermahnen, erinnern an das, was die Christinnen und Christen über große Entfernungen hinweg miteinander verbindet. So formuliert der Verfasser des zweiten Thessalonicherbriefes: „Seid also standhaft, Brüder und Schwestern, und haltet an den Überlieferungen fest, in denen wir euch unterwiesen haben, sei es mündlich, sei es durch einen Brief! Jesus Christus selbst aber, unser Herr, und Gott, unser Vater, der uns liebt und uns in seiner Gnade ewigen Trost und sichere Hoffnung schenkt, ermutige eure Herzen und gebe euch Kraft zu jedem guten Werk und Wort.“ (2 Thess 2,15ff) Bleiben wir in Verbindung untereinander, ob brieflich, telefonisch, „zoomisch“, wie immer. Ermutigen und stärken wir uns so gegenseitig, und halten wir, Corona zum Trotz, fest an unseren „Überlieferungen“, etwa unseren Ideen von einer sozial gerechten, alle Menschen einschließenden, nachhaltigen Gesellschaft. Bleiben wir in Verbindung – Verband kommt ja von Verbindung, sich verbinden. Auch wenn es gerade sehr mühsam ist: All unsere Versuche, die Verbindung zu halten, sind unendlich viel mehr als nix.

...von Ulrich Hoffmann, KAB-Kreispräses Iller-Donau

„Was für ein herrliches Leben hatte ich! Hätte ich es nur früher bemerkt!"

So schrieb die französische Schriftstellerin Collette, als sie auf ihr Leben zurückgeblickt hat. Ein überraschender Satz wenn man bedenkt, dass Collette im 20. Jahrhundert zwei Kriege miterlebt hat und dass sie es als Schriftstellerin nicht leicht gehabt hatte: Trotz ihrer großen Begabung musste sie das Pseudonym ihres Mannes nutzen, um als Autorin tätig sein zu können. Ihr Mann nutzte diese Lage in jeder Hinsicht aus – ein „herrliches Leben“?

Erst in der Rückschau und mit zeitlichem und innerem Abstand können wir bewerten, was wir in einer bestimmten Phase unseres Lebens erlebt haben.

Wir durchleben alle im Moment eine außergewöhnliche Zeit, sind damit beschäftigt den Alltag zu bewältigen, sei es an unseren Arbeitsstellen, sei es im Home-Office, sei es in der Familie zu Hause. Viele Sorgen und Ängste treiben uns um. Die Öffnungen, die nun langsam greifen, sind gefährdet – wie im Moment das Beispiel Gütersloh zeigt.

Im Tod ist Leben! In diesem „Geheimnis des Glaubens“ will Gott uns auch heute begegnen. Auch heuer, in diesem Juni 2020, obwohl wir in diesem Jahr – rein äußerlich betrachtet – Ostern und Pfingsten kaum feiern durften.

Besonders denke ich an Familien, die stark unter den Einschränkungen gelitten haben und leiden, weil ihre alten Angehörigen in Alten- oder Pflegeheimen nicht besucht werden konnten, weil Kinder und Jugendliche von ihren sozialen Kontakten abgeschnitten waren, Eltern einen kaum zu bewältigenden Spagat zwischen Homeoffice, Homework und Homeschooling zu betreiben hatten oder weil Besuchsreisen auch innerhalb Deutschlands nicht stattfinden sollten.

So froh wir da über die Erleichterung der Digitalisierung und der neuen Medien sind, sie bleiben doch ein schwacher Trost.

Und doch ist er da, Gottes herrlicher Sieg über das Leben. Und so wünsche ich Ihnen und uns, dass wir dieses herrliche Leben bemerken und mit offenen Augen die aufbrechende Natur wahrnehmen und die für viele erzwungene Entschleunigung auch als Chance sehen, uns auf das Wesentliche zu besinnen.

... von Dorothee Schindler, Betriebsseelsorge

Das Coronavirus hat unseren Alltag auf den Kopf gestellt. Shutdown, Ausgangsbeschränkungen und vieles mehr haben über Wochen unseren Alltag bestimmt und tun es teilweise bis heute. Langsam soll wieder „Normalität“ einkehren. Läden öffnen, aus Ausgangsbeschränkung wird Kontaktbeschränkung. An Abstandsregeln, das Tragen von Mund-Nasen-Masken und Hygienemaßnahmen müssen wir uns gewöhnen.

Bei all dem Trubel und den Vorschriften fällt mir ein Vers aus dem Römerbrief ein: „Der Gott der Hoffnung aber, erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes“ (Röm 15,13)

Ein Zeichen, das ich persönlich mit diesem Bild der Hoffnung verbinde, ist der Regenbogen. Ein Zeichen, das man in manchen Fenstern in den letzten Tagen entdecken kann. Der Regenbogen von Kindern gemalt, als Zeichen, dass alles gut wird. Ein Zeichen, das zu tiefst religiös ist. In guter Hoffnung können wir alle sein, ganz egal ob Mann oder Frau, jung oder schon etwas älter, weil jeder von uns getragen ist in Gott. In „guter Hoffnung“ können wir sein, auch wenn es schwer fällt angesichts der enorm hohen Zahlen von Menschen, die an dem Virus erkrankt sind, Angesichts der Zahlen von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit, der wachsenden Doppelbelastung zwischen Homeschooling und Homeoffice, uvm.

Jeder hat in diesen Tagen sein Päckchen zu tragen. Aber in all dem Trubel dürfen wird die positiven Dinge nicht vergessen. Machen wir uns immer wieder bewusst, wir können in „guter Hoffnung“ sein. Lassen wir uns doch immer wieder dazu berufen, Gott einen Patz in dieser Freude zu geben, damit der Heilige Geist in unserer Zeit wirken kann. Geben wir Gott einen Platz, jeder und jede auf seine eigene besondere Art und Weise. Wenn wir selbst in guter Hoffnung leben, wenn wir füreinander ein Ohr haben am Telefon oder per Brief, wenn wir einander unterstützen und Nächstenliebe sichtbar werden lassen, wenn wir füreinander beten… Die Reihe könnte hier noch länger sein. Ich denke jeder und jede hat seinen ganz eigenen Weg, um diese Freude Gottes im Leben und gerade jetzt sichtbar werden zu lassen.

Ihnen allen wünsche  viele Momente voller „guter Hoffnung“.

Ihre
Dorothee Schindler

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